<<2004>>
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Diplomarbeit : 1:60
Nicholas Schärer Neue Medien
nik[NO_SPAM]notmail.org
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1:60 "1:60" setzt an, wo körperlich eingegriffen werden kann. Im physischen Raum werden körperlose Klänge, Raum-Zeit-Schwingungen, gesucht. Mittels Feldforschung wird ein begrenzter Stadtraum nach charakteristischen Klängen und Klangmustern untersucht. Die Hörräume fliessen als musikalische Elemente in rhythmisierte Notationen ein. Diese abstrahieren den öffentlichen Raum, es werden Abläufe entworfen, die sich über Zeitspannen von 30 Minuten bis zwei Stunden ausführen lassen. Es sind Wege in und zwischen Hörräumen, akustische Querschnitte des Lebensraumes Stadt.
Die Wege werden in ihrer Ausführung aufgezeichnet. Die Strukturen der Notationen sind während der Aufzeichnung ein Raster, in dem der Aufzeichnende durch den Blick der Mikrofone den aufgezeichneten Ausschnitt der akustischen Umgebung bestimmt. In der Interaktion entsteht ein Zusammenspiel von Komposition und Improvisation.
Die Aufnahmen werden im digitalen Raum durch eine Zeitkompression im Verhältnis von 1:60 formalisiert: Was in der Aufnahme in einer Stunde aufgezeichnet wurde, wird auf eine Minute verkürzt. Im Transfer der Zeitstruktur werden andere Schwerpunkte gesetzt: Die in der Kompression verdichteten Raum-Zeit-Strukturen nehmen einen eigenständigen Charakter an, sie erinnern in der Wahrnehmung aber an den realen Raum. Der Output, auf Vinyl gepresste Schallrillen, ist eine Rückführung des Digitalen ins Analoge.
Weitere Informationen sind unter (*) zu finden.
(*)http://www.luxus4all.org/~nik/
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